2026 sollte für mich ein Jahr mit mehr “Freiraum“ werden – und eigentlich sogar mit einem ganzen Monat Urlaub. Die ersten Wochen sah es tatsächlich danach aus. Dann kamen eine neue Website, Social Media, internationale Partner-Meetings, HYDRO Up und jede Menge neue Ideen. Zeit für eine persönliche Zwischenbilanz darüber, was sich bereits verändert hat, warum meine innere Stimme zwischendurch eine kleine Kurskorrektur verlangt hat – und weshalb der Septemberurlaub nun doch ins Wasser fällt.
Es hat tatsächlich ruhig begonnen
Die ersten Wochen des Jahres waren verhältnismäßig ruhig. Ich war wieder viel laufen – und der kurze, aber wunderschöne Winter kam mir dabei sehr entgegen. Ich liebe es, durch verschneite Landschaften zu laufen. Diese Ruhe, die kalte Luft und rundherum alles weiß – dabei bekomme ich den Kopf so richtig frei.
Und dann habe ich sogar etwas gemacht, von dem ich eigentlich immer behauptet hatte, dass es nichts für mich ist: Ich habe beim Payerbacher Frühlingslauf mitgemacht.
Dabei sage ich bei solchen Massenveranstaltungen gerne: „Ich bin doch kein Schaf.“ 😄 Tja. Offensichtlich darf man seine Meinung ändern. Und es hat sogar Spaß gemacht.
Dann kam die neue Website …
Spätestens mit unserer neuen AQUAPOL® Website war es mit der Ruhe allerdings vorbei. Wer schon einmal eine Website neu aufgebaut hat, weiß vermutlich, wie viele Entscheidungen plötzlich getroffen werden müssen: Texte, Bilder, Strukturen, Referenzen, Inhalte – und gefühlt tausend Kleinigkeiten, die am Ende gar nicht mehr so klein sind.
An dieser Stelle möchte ich Michael Blechinger von M-CREATE ein großes Danke aussprechen. Michael begleitet unsere Website mit einer Unkompliziertheit und Schnelligkeit, die ich wirklich sehr schätze. Wenn irgendwo etwas zwickt oder ich wieder einmal mit einer neuen Idee daherkomme, ist die Hilfe schnell da. Danke, Michael – auch für deine Geduld mit meinen vermutlich nicht immer ganz kleinen Änderungswünschen. 😉
AQUAPOL® wird sichtbarer
Im Frühjahr kam dann das nächste große Thema richtig ins Rollen: Social Media. Gemeinsam mit NASHA Moving Art & Words rund um Natasha Macheiner haben wir begonnen, AQUAPOL® wieder stärker sichtbar zu machen. Die ersten Reels wurden gedreht, neue Formate ausprobiert und auch eine neue Fallgeschichte entstand.
Unsere neue AQUAPOL® Fallgeschichte ansehen
Ein ganz besonderes Highlight war für mich außerdem die Veröffentlichung unseres neuen Videos über das Automobilmuseum Stockerau. Unsere Verbindung dorthin reicht schon Jahrzehnte zurück. Bereits vor vielen Jahren entstand ein erstes Video mit Peter Malek, dem Gründer des Automobilmuseums Stockerau.
Das damalige Video mit Peter Malek ansehen
Viele Jahre später durften wir wiederkommen und diesmal mit Philipp Malek, der zweiten Generation, über seine Erfahrungen mit AQUAPOL® sprechen. Dieses neue Interview zu veröffentlichen, war für mich etwas ganz Besonderes. Es erzählt nicht nur von einer langjährigen AQUAPOL® Referenz, sondern auch davon, wie sich Geschichten über Generationen hinweg fortsetzen.
Das neue Video mit Philipp Malek ansehen
Genau solche Geschichten liebe ich. Denn sie zeigen, dass hinter mehr als 40 Jahren AQUAPOL® nicht nur Technik und trockene Mauern stehen, sondern vor allem Menschen, Begegnungen und langjährige Verbindungen.
Wenn die innere Stimme sagt: Da fehlt noch etwas
Eigentlich hatte sich unser neuer Social-Media-Alltag inzwischen ganz gut eingespielt. Und trotzdem meldete sich irgendwann meine innere Stimme: „Da stimmt noch etwas nicht ganz.“ Nicht, weil das bisher Entstandene schlecht gewesen wäre – ganz im Gegenteil. Ich musste vielmehr selbst erst herausfinden, wie sich AQUAPOL® künftig nach außen anfühlen soll.
Welche Farben sind wirklich wir? Welche Bildsprache? Welche Sprache? Wie können wir moderner werden, ohne unsere Wurzeln zu verlieren? Professionell, aber trotzdem persönlich? Also arbeite ich gerade an einer kleinen Kurskorrektur.
Und plötzlich war ich wieder dort, wo ich mich ausgesprochen wohlfühle: im Kreativen.
Nach Monaten mit Masterfiles, Excel-Tabellen, Zahlen und Strukturen ist das für mich fast wie ein kleiner Energieschub. Zahlen sind wichtig. Aber sie machen mich müde. 😉 Wenn ich hingegen gestalten, schreiben und entwickeln kann, passiert genau das Gegenteil: Aus einer Idee werden fünf – und aus fünf manchmal zwanzig. Mein einziges Problem dabei: Auch kreative Tage haben leider nur 24 Stunden.
Ohne die richtigen Menschen geht gar nichts
Dass ich heute wieder mehr Zeit für diese Aufgaben habe, liegt vor allem an den Menschen, die mich begleiten und mir an vielen Stellen den Rücken freihalten.
Clemens Hochwartner von NASHA unterstützt mich intensiv bei der Unternehmensentwicklung. Besonders freue ich mich darüber, dass wir dank seiner Unterstützung inzwischen auch mit unseren internationalen Partnern wieder regelmäßig in Kontakt sind. Unsere monatlichen Partner-Meetings schaffen Raum für Austausch und Betreuung – etwas, wofür im hektischen Tagesgeschäft früher leider oft viel zu wenig Zeit geblieben ist.
Auch intern hat sich viel getan. Werner Fally hat einen großen Teil der operativen Aufgaben übernommen und kümmert sich intensiv um unsere Kundenkontakte. Mona ist mittlerweile richtig gut in unsere Buchhaltung hineingewachsen und übernimmt immer mehr selbstständig.
Und natürlich gehören zu diesem Dank auch all meine anderen lieben Helferlein – unser Backoffice, unsere Grafikerin, unser Geräteproduzent, unser Außendienst, Vertrieb und Technik. All jene Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass unser Arbeitsalltag im Großen und Ganzen ziemlich rund läuft. Danke euch allen. ❤️
Ganz abgeschlossen ist unser Teamaufbau übrigens noch nicht: Gerade in der Technik suchen wir weiterhin Nachwuchs.
Wir suchen Menschen mit Herz für Altbau – Nachwuchstechniker für Österreich
Zwischen feuchten Mauern und zu trockenen Böden
Und dann wäre da noch ein Thema, mit dem ich Anfang des Jahres in dieser Intensität selbst nicht gerechnet hätte. Seit mehr als 40 Jahren beschäftigen wir uns bei AQUAPOL® mit zu viel Feuchtigkeit im Mauerwerk. 2026 beschäftige ich mich plötzlich auch intensiv mit zu wenig Feuchtigkeit im Boden.
Mit HYDRO Up haben wir eine neue, strukturierte Pilotphase gestartet und begleiten Projekte unter realen Bedingungen. Gerade der heiße Sommer und die trockenen Böden haben dem Thema noch einmal eine ganz andere Aktualität gegeben.

Mein Arbeitsjahr bewegt sich momentan tatsächlich irgendwo zwischen feuchten Mauern und zu trockenen Böden.
Und was wurde aus meinem Monat Urlaub?
Tja. In meinem Jahresrückblick 2025 hatte ich noch ziemlich selbstbewusst geschrieben: „Der Laden muss auch ohne mich laufen.“ 😉 Mein Plan für 2026: ein ganzer Monat Urlaub. September wäre es gewesen. Während ich diesen Text schreibe, müsste ich also theoretisch gerade … nicht arbeiten.
Wie ihr seht: Der Plan ist nicht ganz aufgegangen.
Wenn ich mir das alte Urlaubsfoto mit dem Delfin ansehe, kommen zumindest schöne Erinnerungen hoch. Es stammt aus einer Zeit vor AQUAPOL®, als Reisen noch einen deutlich größeren Platz in meinem Leben hatten. Ich hatte das große Glück, schon sehr viel von der Welt zu sehen – und dafür bin ich bis heute unglaublich dankbar.
Vielleicht ist genau deshalb dieses Foto für mich eine schöne Erinnerung daran, was mein Ziel eigentlich war: nicht einfach nur „mehr Urlaub“, sondern wieder mehr persönlichen Freiraum zu haben.
Ganz geschafft habe ich das noch nicht. Aber es fühlt sich heute anders an als vor einem Jahr. Aufgaben wurden verteilt, Menschen haben Verantwortung übernommen, unsere Partner werden regelmäßiger begleitet und vieles beginnt sich einzuspielen. Und ich selbst komme langsam wieder stärker zu den Dingen, die mir Energie geben: entwickeln, gestalten und nach vorne denken.
Vielleicht ist das noch nicht der freie Monat, den ich mir vorgenommen hatte. Aber möglicherweise ist es der Weg dorthin.
Und wer weiß – der nächste Delfin wartet bestimmt schon irgendwo auf mich. 😉
Es formt sich
Wenn ich mein Jahr bis hierher mit wenigen Worten beschreiben müsste, wären es: Es formt sich. 2026 hat ruhig begonnen, wurde ziemlich schnell hektisch und ist inzwischen irgendwo zwischen Struktur und Kreativität angekommen.
Nicht alles funktioniert beim ersten Anlauf. Manches braucht eine Kurskorrektur. Und manche Pläne – siehe Septemberurlaub – müssen offensichtlich noch ein bisschen warten. Aber ich habe das Gefühl, dass viele Dinge, die wir in den vergangenen Monaten angestoßen haben, langsam beginnen ineinanderzugreifen.
2025 war für mich das Jahr der Transformation. Vielleicht wird 2026 das Jahr, in dem aus dieser Transformation langsam etwas Neues entsteht.
Was genau? Das erzähle ich euch dann in meinem Jahresrückblick im Dezember. 😊
Bis dahin bleiben wir noch ein bisschen beschäftigt – mit feuchten Mauern, trockenen Böden, neuen Ideen und allem, was dazwischenliegt.
Eure Michelle
















