Die Herausforderung – Feuchte Mauern in einem rund 400 Jahre alten Traditionshaus
Direkt an der Donau und am Badesee Weitenegg liegt das traditionsreiche Wirtshaus Gruber. Seit Generationen wird hier österreichische Gastlichkeit gelebt – heute führen Andrea und Hans Gruber den Familienbetrieb bereits in vierter Generation.
Auch das Gebäude selbst erzählt Geschichte: In der gemütlichen Gaststube erinnert eine rund 400 Jahre alte Holztramdecke an die jahrhundertelange Tradition des Hauses.
Die besondere Lage brachte jedoch über viele Jahre eine große Herausforderung mit sich. Das historische Gebäude ist nicht unterkellert und seine massiven Steinmauern stehen teilweise direkt auf Donausand und Fels. Über lange Zeit waren sie dadurch kapillar aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Untergrund ausgesetzt.
Zusätzlich wurde die Feuchtesituation durch wiederkehrende Hochwasserereignisse verschärft.
Familie Gruber hatte bereits in spezielle Sanierungsmaterialien investiert. Dadurch konnte die Situation im Erdgeschoss optisch verbessert werden, die Ursache der aufsteigenden Bodenfeuchte blieb jedoch bestehen.
Nach dem extremen Hochwasser im Jahr 2002 war für Familie Gruber klar: Es sollte eine langfristige Lösung gefunden werden, die möglichst ohne massive Eingriffe in die historische Bausubstanz auskommt.

Mauerentfeuchtung im historischen Wirtshaus
Im September 2002 wurde im Wirtshaus Gruber ein AQUAPOL® Gerät installiert.
Gerade bei einem historischen Gebäude wie diesem war ein wesentlicher Aspekt, die bestehende Bausubstanz möglichst zu erhalten und auf massive bauliche Eingriffe zur Reduktion der kapillar aufsteigenden Feuchtigkeit verzichten zu können.
Das AQUAPOL® Gerät wurde farblich an das historische Ambiente des Wirtshauses angepasst. Zum Einsatz kam ein DISC 2000.
Die Entwicklung der Feuchtigkeit im Mauerwerk wurde in den darauffolgenden Jahren messtechnisch begleitet und dokumentiert.

Messungen und Austrocknungsverlauf
Die Entwicklung der Feuchtigkeit im Mauerwerk wurde mittels Tiefenfeuchtemessungen nach der Darr-Prüfmethode dokumentiert.
Als Berechnungsgrundlage wurden die Anfangswerte der Erstmessung mit den bei den späteren Messungen ermittelten Werten verglichen.
Die erste dokumentierte Messung erfolgte im September 2002, die Abschlussmessung im April 2006.
Durchschnittliche Reduktion der Feuchtigkeit im Mauerwerk: rund 69 %
Damit wurde der vorwiegend kapillare Feuchteanteil im untersuchten Mauerwerk deutlich reduziert.

Auch nach mehr als 20 Jahren überzeugt die Entwicklung
Eine Besonderheit dieses Referenzprojekts ist der lange Zeitraum seit der Installation im Jahr 2002.
Auch nach der Montage kam es in Weitenegg erneut zu Hochwasserereignissen, von denen das Wirtshaus und sein Außenbereich betroffen waren.
Hans Gruber berichtet, dass sich die Feuchtesituation im Mauerwerk danach immer wieder rasch stabilisierte.
Besonders wichtig ist für die Familie, dass die Reduktion der kapillar aufsteigenden Feuchtigkeit ohne massive bauliche Eingriffe in die historische Bausubstanz erreicht werden konnte.
Parallel dazu zeigten sich auch im Alltag deutliche Veränderungen:
- muffiger Geruch ist laut Familie Gruber nicht mehr wahrnehmbar,
- Schimmel gehört der Vergangenheit an,
- die Feuchtesituation im Mauerwerk hat sich deutlich verbessert,
- die historische Bausubstanz konnte ohne massive bauliche Eingriffe erhalten werden.
„Der größte Gewinn ist für uns, dass wir diese Ergebnisse ohne massiven baulichen Aufwand und ohne Veränderungen an unserer historischen Substanz erreicht haben.“
Das Projekt in Bildern
Erfahrungsbericht von Hans Gruber
„Der Zustand ist nach wie vor sehr gut. Wir hatten seit der Montage leider erneut Hochwasser im Haus und im Außenbereich, aber die Mauern stabilisieren sich dank des Systems immer wieder schnell.
Der größte Gewinn ist für uns, dass wir diese Ergebnisse ohne massiven baulichen Aufwand und ohne Veränderungen an unserer historischen Substanz erreicht haben.
Muffiger Geruch oder Schimmel gehören der Vergangenheit an.“





















