Die Herausforderung
– Feuchte Mauern im Wohnhaus und Stadl
Im niederösterreichischen Schweiggers im Bezirk Zwettl liegt der Vierkanthof der Familie Oberbauer mit Wohnhaus und Stadl – in einer Region, die regelmäßig von Hochwasser betroffen ist. Wie bei vielen älteren Gebäuden fehlte auch hier eine Abdichtung von unten. Über Jahre hinweg waren sowohl das nicht unterkellerte Ziegelwohnhaus als auch der Stadl kapillar aufsteigender Feuchtigkeit ausgesetzt.
Im Wohnhaus machte sich die erhöhte Mauerfeuchte deutlich bemerkbar. Ziel war es, die aufsteigende Feuchtigkeit nachhaltig zu reduzieren und die Bausubstanz zu schützen.
Mauerentfeuchtung im Wohnhaus
Im Februar 2023 wurde im Wohnhaus ein AQUAPOL® Gerät (Modell DISC) installiert. Standardgemäß wurde auch eine mauerwerksdiagnostische Untersuchung durchgeführt.

Messungen und Austrocknungsverlauf
Die Entwicklung der Feuchtigkeit wurde mittels Tiefenfeuchtemessungen nach der Darr-Prüfmethode dokumentiert. Berechnungsgrundlage waren die Anfangswerte bei der Erstmessung im Vergleich zu den gemessenen Werten bei der Kontrollmessung.
Bei der Kontrollmessung im Februar 2024 konnte eine durchschnittliche Reduktion der Feuchtigkeit im Mauerwerk von rund 34 % festgestellt werden.
Auch ohne zusätzliche begleitende Maßnahmen ging der Schimmel deutlich zurück und die Mauern wurden sichtbar trockener.

Weitere Beobachtungen & Veränderungen
An einzelnen Messstellen konnte nicht nur eine deutliche Reduktion der Feuchtigkeit festgestellt werden.
Parallel dazu verbesserte sich auch die Raumsituation:
- der modrige Geruch ging zurück,
- die Wände wurden trockener und das Raumklima verbesserte sich deutlich
Das Projekt in Bildern
Forschungsprojekt – Bodenentfeuchtung im landwirtschaftlichen Praxiseinsatz
Im Stadl der Familie Oberbauer wurde ein erweitertes Projekt zur Bodenentfeuchtung unter realen landwirtschaftlichen Bedingungen durchgeführt. Ziel war es, die Wirksamkeit der Entfeuchtung bei einem undichten Betonboden über einen längeren Zeitraum zu beobachten.
Die Ausgangssituation war klar definiert:
Durch einen nicht abgedichteten, teilweise undichten Betonboden zog Feuchtigkeit kapillar nach oben.
Gelagertes Heu und Hackschnitzel wurden dadurch regelmäßig von unten durchfeuchtet. Neben einer spürbar erhöhten Feuchtebelastung war auch ein deutlich modriger Geruch wahrnehmbar.
Im November 2024 wurde ein AQUAPOL® Gerät (Modell DISC) zur Fußbodenentfeuchtung installiert. Der Verlauf wurde in den darauffolgenden Monaten kontinuierlich beobachtet.
Bereits innerhalb des ersten halben Jahres zeigte sich eine deutliche Veränderung:
Bei der Entnahme von Heu und Hackschnitzeln war die Feuchtesituation merklich verbessert. Das Material fühlte sich trockener an und der modrige Geruch ging stark zurück.
Nach etwas mehr als einem Jahr war keine nennenswerte Feuchtigkeit mehr feststellbar und die Lagerbedingungen hatten sich nachhaltig stabilisiert.
Dieses Projekt zeigt, dass eine langfristige Entfeuchtung auch bei landwirtschaftlich genutzten Flächen mit undichten Betonböden möglich ist und sich positive Effekte nicht nur im Baukörper, sondern auch unmittelbar im gelagerten Material bemerkbar machen.

Erfahrungsbericht der Familie Oberbauer
„Das AQUAPOL® Mauerentfeuchtungssystem wurde in unserem Wohnhaus 2023 montiert. Schon etwa ein halbes Jahr nach der Montage war eine Verbesserung des Geruchs feststellbar. Nach rund einem Jahr konnte man auch den deutlichen Rückgang der Feuchtigkeit an den Wänden feststellen.
Nach heutiger Sicht – etwa 2,5 Jahre nach der Montage – kann man sagen, dass der Schimmel erheblich zurückging, die Mauern offensichtlich trockener sind und der Geruch nicht mehr wahrnehmbar ist.
Zudem haben wir ein Projekt zur Fußbodenentfeuchtung im Stadl durchgeführt. Auch hier zeigte sich nach einiger Zeit eine deutliche Verbesserung der Feuchtesituation und der Geruch verschwand.
Das Gerät hat sowohl unser Wohnhaus als auch den Stadl trockengelegt.“
– Familie Oberbauer




















