Feuchte Mauern zählen zu den Albträumen von Immobilienbesitzern. Im Rahmen von Maßnahmen zur Trockenlegung lässt sich die Entfernung des Altputzes in einigen Fällen vermeiden – in allen anderen Fällen aber zumindest möglichst budgetschonend durchführen. Lesen Sie hier, wie Sie den perfekten Moment für die Altputzentfernung ermitteln und wie durch eine einzige Messung oft eine signifikante Kostenersparnis erzielt werden kann.

Feuchte im Mauerwerk verursacht gleich eine Reihe von Problemen. Zu möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Bewohnern eines feuchten Hauses kommen der drohende Wertverlust der Immobilie und, um beides zu vermeiden: Mauertrockenlegungsmaßnahmen, die wohlüberlegt und richtig dosiert sein sollten. Schon um die Kosten bewältigbar zu halten. Und um den Erfolg der Trocknungsmaßnahmen abzusichern.

Wichtig zu wissen: Das Abschlagen von Altputz alleine ist noch keine Maßnahme zur Mauertrockenlegung. Doch es ist eine in vielen Fällen ebenso wesentliche wie unbeliebte Begleitmaßnahme in Zusammenhang mit erfolgreichen Mauertrockenlegungen. Machen Sie das Beste draus und geben Sie möglichst wenig dafür aus!

Muss der Altputz wirklich weg und wenn ja, wann genau?

Sofern es sich bei Ihrem Altputz nicht um einen Feuchtesperrputz auf Zementbasis handelt, kann er möglicherweise erhalten und über die so genannte „Kompressentechnik“ entsaltzt werden. Diese nahezu schmutzfreie Technologie kommt vor allem im Denkmalschutz zur Anwendung und ist im Wohnbereich nicht populär, aber eine Überlegung wert. Ob die Kompressentechnik, bei der Zellulose mit destilliertem oder entionisiertem Wasser, die Salze aus dem Mauerwerk herauszieht, für Ihr Gebäude in Frage kommt, klären Sie am besten mit einem qualifizierten Mauerwerksdiagnostiker.

Muss der Altputz entfernt werden, so kann die Wahl des richtigen Zeitpunkts ein wesentlicher Faktor des Trockenlege-Erfolgs sein. Zur Orientierung: Setzen Sie bei Ihrer Trockenlegung rein auf Verdunstung, müssen Sie auf das Ende der Trocknungsphase warten. Was etwa bei einem Ziegelgebäude aus der Gründerzeit (ohne Feuchtesperrputz, der immer möglichst schnell entfernt werden sollte) schon mal bis zu 7 Jahre dauern kann.

Entfeuchten Sie Ihr Gebäude durch energiephysikalische Abwärtsbewegung, etwa mit der AQUAPOL Technologie, verkürzt sich die Wartezeit auf 1,5 bis 4 Jahre.

Baunormen ist Ihr Budget egal. Sparen können Sie dennoch.

Wer eine Antwort auf die Frage sucht, bis zu welcher Höhe der Altputz im Rahmen einer Mauertrockenlegung abzuschlagen ist, findet dazu natürlich eine Norm. Die ÖNORM B 3355 empfiehlt die Entfernung des Altputzes bis 1 m über der sichtbaren Schadensgrenze. So zur Sicherheit.

In Kern geht es darum, dass der Altputz in der Versalzungszone des Mauerwerks entfernt wird. Diese endet mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich irgendwo innerhalb dieses empfohlenen Meters über dem sichtbaren Schaden. Sie endet aber sehr häufig auch nach z.B. einem halben Meter. Und genau da liegt das Sparpotenzial: Lassen Sie einen qualifizierten Mauerwerksdiagnostiker mit der Hochfrequenzmethode die tatsächliche Höhe der Versalzungszone ermitteln! Die Messung ist zerstörungsfrei und in etwa einer Stunde erledigt, je nach Größe des Hauses. Erfahren Sie so, dass Sie Ihren Altputz z.B. nur bis einen halben Meter über dem sichtbaren Schaden abschlagen müssen, sparen Sie sich bei 100 Laufmetern gleich mal 50 m² Putzerneuerung gegenüber der unhinterfragten Vorgangsweise nach der genannten Norm.

Sie möchten mehr erfahren oder einen Termin mit einem unserer qualifizierten Mauerwerksdiagnostiker vereinbaren? Unter +43 2666 538 72 sind wir gerne für Sie erreichbar.

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